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Das Ende des Libor steht bevor
SARON der neue Referenzzinssatz
Die Tage des Libor-Zinssatzes sind gezählt. Die britische Finanzmarktaufsicht will die Ermittlung des Zinssatzes durch ausgewählte Banken nur noch bis spätestens Ende des Jahres 2021 unterstützen. Dem Hypothekenmarkt in der Schweiz und den Immobilienbesitzern steht mit dieser Ankündigung eine wichtige Änderung bevor. Raiffeisen hat sich für die Umstellung gewappnet.

Der Libor galt in der Finanzbranche lange Jahre als wichtigste Referenzgrösse für kurzfristige Zinssätze. Der Begriff Libor steht für London Interbank Offered Rate; er wird deshalb auch Interbanken-Zinssatz genannt. Der Libor bezeichnet den durchschnittlichen Zinssatz, zu dem sich international wichtige Banken gegenseitig Geld ausleihen. Als Basiszinssatz wird er für diverse Produkte verwendet, so unter anderem bei LiborTop- oder LiborFlex-Hypotheken bei Raiffeisen.


Libor als beliebte Alternative

Die Libor-Hypothek hatte in den vergangenen Tiefzins-Jahren als Alternative zu den dominierenden Festhypotheken einen Aufschwung erlebt. Schätzungen gehen davon aus, dass Libor-Hypotheken bis 15 Prozent des gesamten Schweizer Hypothekarvolumens ausmachen. Bei einer Libor-Hypothek werden die zu bezahlenden Zinsen während der Rahmenlaufzeit des Kreditvertrags periodisch – beispielsweise alle drei, sechs oder zwölf Monate – an den entsprechenden Libor-Satz angepasst.

Geldmarkthypotheken bleiben

Raiffeisen vergibt bis zur Einführung neuer SARON-Produkte weiterhin Libor-Hypotheken, mehrheitlich mit einer Laufzeit bis maximal Ende 2021. Bei allen Neuabschlüssen von Privat- und Anlagekunden ist bei der Produktvereinbarung eine Klausel integriert, die darüber aufklärt, dass ein von Raiffeisen definierter Nachfolgezinssatz zur Anwendung gelangt. Falls es keinen Nachfolgezinssatz geben sollte, wird die LiborFlex-Hypothek auf Kundenwunsch in ein anderes von der Bank angebotenes Hypothekenmodell umgewandelt. Falls der Schuldner kein Hypothekarmodell wählt, wird die LiborFlex-Hypothek als variabel verzinstes Hypothekardarlehen weitergeführt.

Bis Ende 2021 wird der Libor voraussichtlich weiterhin im Bankalltag präsent sein, dann dürfte er definitiv Geschichte sein. Geldmarkt-Hypotheken werden aber auch nach Ablösung des Libor zum Hypotheken-Angebot von Raiffeisen gehören. So plant Raiffeisen im Verlauf des nächsten Jahres die Lancierung einer SARON-Hypothek.

Quelle: Wohnwirtschaft Nr. 11

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